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Südtiroler Speck

Dei ersten Zeugnisse über Speck finden sich in Handeslregistern und Metzger-Ordnungen aus dem Jahr 1200 n.Chr. Namentlich wird der Speck aber erst im 18. Jahrhundert. Ursprünglich waren die Menschen gezwungen, das Fleisch durch verschiedene Methoden haltbar zu machen. Dies geschah druch Räucherung und ruch Salzen. Die Räucherung wurde vor allem in kälteren Ländern angewandt - dort wurde auch mehr geheizt. Dei Menschen der Mittelmeerländer hingegen benutzten Salz, um ihr Fleischvorräte zu konservieren.
Der Südtiroler bediente sich beider Methoden - dem Salzen und dem Räuchern - und schuf somit einen Rohschinken, der das Meditterane und das Nordische verband. Darüber hinaus arbeitete der Südtiroler Bauer mit viel Fischluft. Diese drei Elemente werden heute noch für den Südtiroler Speck eingesetzt: Wenig Salz, wenig kalter Rauch und viel frische Luft.
Anfänglich half der Spcke den Bauern die harten Winter zu überstehen. Später jedoch avancierte er zur Spezialität, die bei Festen und Banketten serviert wurde.
Und heutzutag wird keine Südtiroler Marende ohne Speck serviert.


Und hier noch eine Legende zum Speck:
So erzählt man sich: Als Kaiser Napoleon Bonaparte die halbe Welt mir Krieg überzog, drang er auch im Vinschgau ein. Seine Soldaten besetzten den Tartscher Bichl und hausten gar fürchterlich. In einem Häuschen am Bichlweg wohnte ein biederes Schneiderlein mit seiner Ehefrau. Im Stall hatten sie ein fettes Schweinchen, um das sie sich nun sehr sorgten.
Wie sollten sie es vor den Franzosen verstecken? Das Schwein wollten sie nämlich um keinen Preis verlieren, denn sie hatten das ganze Jahr gespart und sich geplagt, um endlich einmal einen guten Bissen Fleisch zu bekommen. Da hatte der Schneidermeister eine Idee! Er meinte: "Wenn wir das Schwein schlachten und in den Rauchfang hinaufhängen täten, da würde gewiss kein Franzose hinaufschauen!"
Gesagt. Getan. So kam der Moment als die Schneidersleute ihr Haus verlassen mussten.
Die Soldaten nahmen alles mit, was nicht niet- und nagelfest war.
Am Häuschen unseres Schneiders ließen sich die Offiziere nieder. In der Küche wurde nun gesotten und gebraten, daß der Kamin nur so qualmte. Nach einwöchichger Einquartierung zogen die Franzosen wieder ab und die Dorfbewohner kehrten in ihre ausgeplünderten Heimstätten zurück.
Auch die Schneidersleute nahmen wieder Besitz von Ihrem Häuschen. Ihr erster Blick galt natürlich dem Rauchfang und siehe da, das Schweinl war noch oben. Aber oh Schreck, ganz schwarz und durchräuchert war es! Dennoch probierten sie und siehe da, das Fleisch hatte einen guten Geschmack und sie konnten es lange Zeit aufbewahren, ohne dass es einen üblen Geruch bekommen hätte. Denn durch das viele Heizen und Kochen der Franzosen ist das Fleisch durch und durch geselcht worden. Von da an gabs den Südtiroler Speck! So sagt man, ist der Südtiroler Speck erfunden worden.

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